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Die deutschen Schulsysteme unterscheiden verschiedene Schultypen.
Die jeweils zu erlangenden Schulabschlüsse sollen zu verschiedenen
weiteren Bildungswegen qualifizieren. Im Moment scheinen manche Schulgänge
aber genau das nicht zu tun. Schüler aus Hauptschulklassen finden
im Vergleich zu Regelschülern oder noch stärker im Vergleich mit Gymnasiasten
wesentlich schlechter eine Berufsausbildung. Ihr Bildungsweg droht
abzubrechen, ohne beendet worden zu sein (Berufsbildungsbericht 2001,
S. 114, Übersicht 5). Der Berufsbildungsbericht der Bundesregierung
für 2001 (4.5, S. 203) stellt darüber hinaus fest: "Der
Einfluss der schulischen Ausbildung bleibt auch über die erworbene
Berufsausbildung hinaus von Bedeutung. Konnten Jugendliche keinen
oder nur einen Sonderschulabschluss erreichen, sind ihre Möglichkeiten
an der zweiten Schwelle (Aufnahme einer Erwerbstätigkeit, N.A.) weiterhin
eingeschränkt. (...) Mit 11 % ist diese Gruppe am häufigsten direkt
nach Ausbildungsabschluss arbeitslos. Die Startchancen der Jugendlichen
verbessern sich, je höher der Schulabschluss ist. Bei den Hauptschul-und
den Realschulabsolventen steigen nicht nur die ausbildungsnahen Berufstätigkeiten
an, auch der Übergang in die Arbeitslosigkeit geht weiter zurück und
der Anteil an weiterführenden Ausbildungen nimmt zu. (...) Auch der
Prozentsatz von nur 3,7 % arbeitssuchenden Jugendlichen spricht für
die guten Startchancen dieser Gruppe (der Absolventen mit (fach-)Hochschulreife,
N.A.)."
In der Konsequenz heißt das verständlicherweise, dass Eltern (je nach
eigenem Bildungsabschluß!!) ihre Kinder, wenn es nur irgend geht,
nicht auf die Hauptschule bzw. Regelschule schicken. Somit setzen
sich Bildungskarrieren fort und die Funktion der Sozialen Integration
verschiedener Sozialer Lagen und Schichten innerhalb einer Schule
und innerhalb einer Klasse tritt mit der Verpflichtung, Schülerinnen
und Schüler entsprechend ihrer Individuellen Fähigkeiten zu fördern
in Konkurrenz. Ein bislang ungelöstes Problem, was hier im Zusammenhang
mit Bildung, Arbeit und Chancengleichheit von Interesse ist.
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Nils-Adam-Oktober-2001
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