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Next: Bibliography Up: Arbeitserzählungen - Sinn und Previous: Geschichten als Handlungsbegründungen - Arbeitsweltorientierte politische BildungIch mache einen großen Sprung; und möchte abschließend versuchen, aus diesen Überlegungen einige Schlußfolgerungen für Bildungsarbeit im Kontext arbeitsweltorientierter politischer Bildung zu ziehen. Die Erfahrung in Projekten zu Arbeits- und Lebensorientierung für Jugendliche machten anschaulich, wie wenig alternative Erzählmöglichkeiten Jugendlich oft haben, wenn sie über ihr Leben nach der Schule nachdenken. Der viel beschworene Abschied von der Normalbiographie hat wenig Spuren in der schulischen Beschäftigung mit Arbeit und Beruf hinterlassen. Und wenn: dann wird darunter in der Regel verstanden, daß Jugendliche heute flexibler und anpassungsfähiger sein müssen und sich die nötigen Kompetenzen erwerben müssen, um auf dem Arbeitsmarkt konkurrenzfähig zu bleiben. Eher hat man also den Eindruck, Schule reagiert auf die Veränderungen unserer Erwerbsarbeitsgesellschaft mit einer Restringierung von Lebensentwürfen und Deutungsmöglichkeiten. Vor dem Hintergrund von 4,3 Mio Arbeitslosen und einem zumindest in den neuen Ländern gravierenden Ausbildungsplatzmangel verschärft sich der normative Druck, das Leben an Erwerbsarbeit und Arbeitsmarkt anzupassen. Pädagogisches und politisches Handeln ist hier aufgefordert, den Blick für Alternativen zu öffnen, den Diskurs um unsere Erwerbsarbeitsgesellschaft bereits in der Schule zu führen und Erzähl- und Deutungsmöglichkeiten des Lebens und der Tätigkeit zu erweitern. Im Rückgriff auf die Arbeitserzählungen könnte dies bedeuten, dem Mainstream der Berufsorientierung Geschichten entgegenzustellen, die Lebensentwürfe ermöglichen, in denen sinnvolle Betätigung und Muße statt Erwerbsarbeit und Konkurrenz ihren Platz haben und die vor allem einen Sinnvorrat liefern innerhalb dessen auch ein Leben ohne Erwerbsarbeit sinnvoll und erfüllend verankert werden kann. Schließen möchte ich mit den Futuristen, die schon jetzt vielversprechend das Jahrhundert der Parasiten proklamieren. »Weil der Kanzler Schröder, der Genosse der Bosse, guten Grund zum Panikruf hat, es gäbe 'kein Recht auf Faulheit'. Tatsächlich gibt es immer mehr Menschen, die bereit sind, nicht mehr arbeiten zu wollen und die per Beschwörung neu geschaffenen Arbeitsplätze zu den offerierten Bedingungen ablehnen! Und darin müssen wir sie jetzt bestärken, sie sind die Avantgarde, die die Gesellschaft und ihre Produktionsverhältnisse in die Zukunft transformieren.« Ulrich Enzensberger: Parasiten. Ein Sachbuch. Frankfurt am Main 2001.
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Kinder (er)leben Demokratie - Förderung demokratischer Kompetenzen bei Grundschulkindern
Zum dritten Mal in Folge lud der DisKurs e.V. ...
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Der Film ist fertig. Premiere war am 21. Mai 2003 im Kinoklub am Hirschlachufer in Erfurt.
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