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Next: Arbeitsweltorientierte politische Bildung Up: Wilhelm Schapp & das Previous: Gesellschaftliche Geschichten und Selbstgeschichten Geschichten als Handlungsbegründungen - Erweiterung von Erzählmöglichkeiten bedeutet Erweiterung von HandlungsmöglichkeitenJede Kultur, jede Epoche stellt mit ihrem Sinnvorrat an Geschichten einen Deutungsraum zur Verfügung, innerhalb dessen ich mein eigenes Handeln sinnvoll begründen kann. Geschichten können so als Vermittlungsinstanz zwischen individueller Lebenswelt und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verstanden werden. Bestimmte (als objektiv erzählte) gesellschaftliche Bedingungen bieten einen Handlungsraum, der jedoch erst durch den Deutungsraum der Geschichten wirksam wird. Die Subjekte stehen, wie Klaus Holzkamp betont, nicht »der Gesellschaft als Ganzes« gegenüber, sondern vermittelt durch ihre Lebenswelt. Diese Vermittlung können wir im Kontext einer Geschichtenpsychologie als Verweisungszusammenhänge der Selbst- zu den Fremdgeschichten verstehen. Hier lösen sich die Ebenen von Subjekt und Objekt auf, zugunsten eines Netzes von Geschichten, in die ich mehr oder weniger verstrickt bin. Geschichten sind nichts statisches, sondern können im Zuge des Erzählens immer wieder neu konstituiert und verändert werden; auf diese Weise bin ich - trotz der Verstrickung in Geschichten - in der Lage mich reflexiv zu diesen zu verhalten, meine Geschichten und die mit ihnen verbunden Deutungsmuster zu verändern und somit meine Verfügungs- und Handlungsmöglichkeiten zu gestalten. Vor diesem Hintergrund möchte ich die These aufstellen, daß eine Erweiterung und Veränderung von Erzählmöglichkeiten eine Erweiterung von Handlungsmöglichkeiten bedeutet. Die Bedeutung und der Stellenwert von Erwerbsarbeit im Leben hängt entscheidend davon ab, welche Geschichten ich über mich, mein Leben und über Arbeit erzählen kann. Die dominanten Erzählungen unserer Epoche scheinen die Möglichkeit, eine gute Geschichte über das eigene Leben - ohne Erwerbsarbeit - erzählen zu können, stark zu limitieren. Um Gorz Utopie der Wiederaneignung der Zeit, des Abschieds von der Erwerbsarbeitsgesellschaft Wirklichkeit werden zu lassen bedürfen wir neuer Erzählungen. Soviel zu den Arbeitserzählungen selbst.
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Kinder (er)leben Demokratie - Förderung demokratischer Kompetenzen bei Grundschulkindern
Zum dritten Mal in Folge lud der DisKurs e.V. ...
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Der Film ist fertig. Premiere war am 21. Mai 2003 im Kinoklub am Hirschlachufer in Erfurt.
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